“Richtig rechnen”: Was Nachhaltigkeit wirklich wert ist
von Nina, März 2026
Viele von uns, die ein Unternehmen führen, machen in diesen Tagen den Jahresabschluss der Finanzbuchhaltung. Und da gibt es Kategorien, die von Gesetzes wegen aufgeführt werden müssen – Verkaufserlöse, Materialeinkäufe und Löhne zum Beispiel – und andere, die überhaupt nirgends auftauchen: Verbesserung der Bodenqualität, Reduktion des Plastikverbrauchs im Betrieb oder dass man nett ist zu seinen Angestellten.
Nachhaltigkeit ist eine ökonomische Einheit – denn soziale und ökologische Leistungen kosten Geld. Wie Christian Hiss es in seinem Buch „Richtig rechnen!” (oekom Verlag, 2015) formuliert: Es muss ein Weg gefunden werden, wie die betriebswirtschaftliche Rechnung um langfristig wirkende soziale und ökologische Faktoren erweitert werden kann. Dieses Buch empfehlen wir dir von Herzen.
Ein konkretes Beispiel: Heute ist es vermeintlich günstiger, grosse Mengen über weite Strecken zu transportieren – weil externe Kosten wie Strassenbau und Klimaschäden nicht im Preis internalisiert sind.
Ein Beispiel aus der Praxis liefert ein aktueller Artikel im brand eins Magazin: Die sogenannte Regionalwert‑Leistungsrechnung macht sichtbar, welche positiven Leistungen – etwa für Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt oder regionale Wirtschaftskreisläufe – landwirtschaftliche Betriebe bereits erbringen, die in keiner klassischen Bilanz auftauchen. Gerade für Unternehmen und Betriebe, die Nachhaltigkeit nicht nur intern spüren, sondern auch bilanziell abbilden wollen, zeigt dieser Ansatz, wie sich bisher „unsichtbare“ Leistungen messbar machen und – zumindest ansatzweise – in Wert setzen lassen.
Nachhaltigkeit ist eine ökonomische Einheit, denn soziale und ökologische Leistungen kosten Geld:
“Es muss ein Weg gefunden werden, wie die betriebswirtschaftliche Rechnung um langfristig wirkende soziale und ökologische Faktoren erweitert werden kann.“
Christian Hiss, Richtig rechnen.